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Aus dem Allgäuer Anzeigeblatt vom 27.6.2001
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500000 Besucher im Heimat-Museum
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Ausbaupläne in Oberstdorf zeigen, dass die
Zeit nicht stehen geblieben ist - Historienschau
1932 eingerichtet
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Oberstdorf (pts).
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| Das Heimatmuseum hat eine runde Zahl mit einem
Gläschen Sekt gefeiert. Museumsbesucher Nummer
500000 wurde in dem Jahrhunderte alten ehemaligen
Bauernhaus begrüßt. Der Zählraster
blieb beim Ehepaar Theresia und Wilhelm Hagspihl aus
Meppen im Emsland hängen. Dieses wichtige
Ereignis" für die 1932 eingerichtete und
viel gefragte Historienschau wollten der Zweite Vorsitzende
des Museumsvereins, Anton Köcheler, und Museumspfleger
Eugen Thomma nicht sang- und klanglos vorüberziehen
lassen. |
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Das an der hiesigen Heimatgeschichte interessierte
Urlauber-Ehepaar wollte sich speziell ein Bild von
der Allgäuer Tracht machen. Ist doch die derzeitige
Sonderschau im Museum dem Alltags- und Festtags-Gewand
der Einheimischen gewidmet. Beim Gang durch die
wie anno dazumal eingerichteten Stuben vom Keller
bis zum Dachboden wurden die mit einem ureigenen
Allgäuer Namen versehenen Museumsbesucher aus
dem Norden an Dinge erinnert, die sie noch aus der
eigenen Kindheit kannten. So erzählten sie
bei der Ehrung durch den Museumsverein.
Im Beisein von Bürgermeister Eduard Geyer ließ
Köcheler für den kranken Vorsitzenden
Peter Weiß die nahezu 70 Jahre des Museums
Revue passieren. Wilhelm Math hatte die ersten Jahrzehnte
des Museums geprägt und quasi Tag und Nacht
am Aufbau gearbeitet. Für nun schon 26 Jahre
zeichnet Museumspfleger Thomma, den man ein
wandelndes Lexikon" der Oberstdorfer Heimatgeschichte
nennt, für das lehrreiche Inventar früherer
Generationen verantwortlich.
Keineswegs verstaubt und altmodisch präsentiert
sich das Museum, welches Bürgermeister Geyer
zu den eindrucksvollsten im bayerischen Alpenraum
rechnet. Eine halbe Million Besucher sprechen eine
deutliche Sprache für das Interesse an dem
Arsenal, das in den Museums-Hochzeiten der 80er
Jahre bis zu 22000 Besucher pro Jahr über die
Schwelle treten ließ.
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Dabei hat
man nie die vielen Schulklassen mitgezählt, die
stets kostenlos hereingelassen werden. In wenigen
Tagen hat der Bauausschuss des Gemeinderats über
Ausbaupläne des Heimatmuseums in der Oststraße
zu treffen haben. Die ehrenamtlich wirkenden Betreuer
des Erbes der Ahnen haben eben noch viel vor, beispielsweise
um in modernen Pavillons die Entwicklung des Tourismus
und des Skisports aufzuzeigen.
Auch für den Tourismus wichtig
Als Gemeindeoberhaupt ist Eduard Geyer froh, dass
die Eigentümlichkeiten des Oberstdorfer Charakters,
wie sie sich in der Herberge für den größten
Lederschuh der Welt widerspiegeln, auf gekonnte Weise
für die Nachwelt erhalten werden. Kurdirektor
Michael Schmidl unterstrich ebenfalls die Bedeutung
des Museums als wichtige Tourismus-Einrichtung gerade
an Schlechtwettertagen. Immer wieder werden aus dem
Kreis des Museumsvereins Bücher zur Heimatgeschichte
veröffentlicht. Die Besucher Hagspihl mit der
runden Zahl 500000 durften deren gleich zwei als Geschenk
mit nach Hause nehmen, nebst einer Ehrenkarte, die
zum freien Eintritt für die nächsten zehn
Jahre berechtigt. |
Eine
halbe Million Besucher im Heimatmuseum Oberstdorf, das
war ein Grund zum Feiern. Der Zählraster blieb beim
Urlauber-Ehepaar Theresia und Wilhelm Hagspihl hängen.
Der Museumsverein ehrte die Jubiläums-Besucher vor
dem Hintergrund des größten Lederschuhs der
Welt, der sich auch in dieser bald 70 Jahre existierenden
Heimatschau befindet. Unser Foto zeigt von links: Bürgermeister
Eduard Geyer, der Zweite Vorsitzende des Museumsvereins,
Anton Köcheier, das geehrte Ehepaar Hagspihl und
Museumspfleger Eugen Thomma.
Foto und Text: Peter Schwarz
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