![]() |
|
|||||||||||||||
|
Aus dem Allgäuer Anzeigeblatt vom 13.11.2001Verheiratet mit Vereinen und seiner Frau Zita
|
|||||||||||||||
![]() |
Was der Gold-Bräutigam nicht alles für Etiketten
mit sich rumschleppt! Der "Trachtenpapst" des
Allgäus wird er tituliert, weil er mehr als 30 Jahre
den Erhalt der eigenständigen Gebirgstracht in einer
extra von ihm gegründeten Interessengemeinschaft
gegen alle schwäbischen Gleichmacher-Gelüste
kämpferisch verteidigt hat. Dialektforscher darf
sich der ehrenamtliche Tausendsassa nennen. Und als Buchautor
über die "Wilden Mändle" und andere
bodenständige Themen glänzt er natürlich
auch. |
Goldene Hochzeit bei Anton und Zita Köcheler in Oberstdorf: Zum Gratulieren kam Bürgermeister-Vize Toni Huber (rechts) vorbei. Foto: Peter Schwarz |
Ein Vielbeschäftigter
Auf einen Vielbeschäftigten stieß das aus Südtirol
stammende, aber bereits in Oberstdorf aufgewachsene "Föhla"
bereits bei der ersten Begegnung. Und zwar, als Zita zusammen
mit anderen Mädchen an einem Nachkriegs-Dezemberabend
kreischend Reißaus vor den wilden Rumpelklausen
nahm. Einer der Vermummten flüsterte ihr heimlich
zu: "I dua dr nix!" Der Grundstein der Ehe mit
Köcheler war gelegt.
Am nächsten Tag, als er seinen Militärmantel
zu einem Trachteng'wand umändern lassen wollte, verhaftete
den jungen Oberstdorfer gleich der im Wiederaufbau begriffene
Trachtenverein. Der eifrige Eishockeyspieler wurde auf
Anhieb Zeugwart und bald auch Museums-Assistent. Und danach
ergab ein Posten den anderen, sodass der Bundesverdienstorden
die logische Folge von "1084 Jahren ehrenamtlicher
Tätigkeit" bedeutete. So hat seinerzeit die
Gemeinde Köchelers parallel zueinander laufendes
Tun akribisch addiert.
Text: Peter Schwarz