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Heimatmuseum Oberstdorf
Geschichte, Brauchtum, Handwerk, Kunst, Sport und Leben in Alt-Oberstdorf
  
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Exkursion des Museumsausschusses ins Touriseum in Meran
Am Samstag, dem 8.11.03, führte der Museumsausschusses eine Exkursion zum Touriseum in Meran durch. Dieses Museum ist nach unserem Wissensstand das bisher einzigste im Alpenraum, das sich ausschließlich mit dem Themenkreis Tourismus auseinandersetzt.
Um 5 Uhr in der Früh trafen wir - 9 Mitgliedern des Museumsausschusses - uns am Busnahnhof. Nach einer kurzen Verzögerung verließen wir Oberstdorf gegen 5:15 Uhr mit einem Brutscher-Bus in Richtung Süden. Nach einer kurzweiligen Fünfstunden-Fahrt ereichten wir Meran gegen 10 Uhr.
Die eingesetzten Texttafeln sind dazu sehr knapp gehalten und äußerst griffig formuliert.
Besonders auffallend ist dabei die kleine Anzahl der Ausstellungsstücke in den Räumen des Parcours. Für interessierte Besucher, die sich weiter informieren wollen, steht in zusätzlichen Räumen die sogenannte „Sammlung“ zur Verfügung, in der mit Hilfe einer Computerdatenbank und deren Suchfunktion die weitere ca. 7000 Exponate besichtigt werden können. In großen Truhen und Schränken mit Schubkästen finden sich Postkarten, Landkarten, Plakate, Bestecke, Reiseandenken u.v.m.

Den Höhepunkt der Ausstellung bildet ein überdimensionaler, aus Holz geschnitzter Flipperautomat, der in einer Spielsituation durch das touristische Tirol führt und die gesamte Thematik ein wenig auf die Schippe nimmt.
Anschließend trafen wir uns noch einmal mit Herrn Rösch, der jetzt in einem Referat Leitbild, Zielsetzung, Entstehung und Probleme des Museums schilderte.

Resümee:
Trotz den schlechten Wetters war es für uns ein sicher richtungsweisendes Erlebnis und wir haben viele Anregungen bekommen, die uns helfen werden unser geplantes Projekt erfolgreicher umzusetzen.
Besonders wichtig war, dass wir einen Einblick erhielten, wie man ein Museum dikatisch modern aufbereiten kann. Unser Museum ist - obwohl ich es liebe - hierfür nicht unbedingt ein Vorzeigeobjekt. Der geplante Umbau mit der Änderung des Leitbildes bietet hierfür eine geniale Möglichkeit.
Hompage des Museum:
http://www.touriseum.it

Alex Rößle
Stand: 12.11.2003

Dort wurden wir vom Museumsdirektor Paul Rösch empfangen. Er erläuterte uns in einem ausführlichen Eröffnungvortrag die Konzeption des Museum und schickte uns danach durch die Räume der Ausstellung, die im offiziellen Führer „Der Parcours“ genannt werden. Mit der visuellen Hilfe einer Zeitleiste wird der Besucher durch die verschiedenen Zeitstufen der Entwicklung des Tourismus in Meran und Südtirol geführt. Begleitet wird er dabei von lebensgroßen Figuren, die der Zeit entsprechend gestaltet sind.
Die musealen Ausstellungsstücke erklären sich durch ihren Kontext meist selbst, weshalb kaum mit erklärenden Texten gearbeitet werden muss.

Jeder Raum wartet mit einer neuen Überraschung. Die Exponate werden äußerst abwechslungsreich präsentiert und optische und akustische Hilfen jeglicher Art sind großzügig eingesetzt.
Den Abschluss des Parcours bilden Räume, die sich kritisch mit dem Thema Tourismus auseinandersetzen. In einem Videoraum sind 3 Großbildschirme aufgestellt, in denen Filme ablaufen, in welchen ausgewählte Personen (Hotelangestellte, Hotelbesitzer, Gäste) über ihr persönliches Erfahrungen zum Thema berichten.
Danach kamen auch wir zu Wort um von unserem Museum und unseren Plänen zu berichten. Es wurde angeregt, zwischen den Museen einen regelmäßigen Austausch zu etablieren. Vielleicht können in Zukunft auch einmal Sonderausstellungen ausgetauscht werden. Nach Meran bestehen ja schon seit vielen Jahrzehnten Beziehungen. Es zählt zu den beliebtesten Urlaubszielen der Oberstdorfer. Ein Wanderweg führt von Oberstdorf nach Meran und seit kurzem auch Mountainbikerouten.
Nach einem Südtiroler Mittagessen im museumseigenen Restaurant, wurde noch die „Sammlung“ besichtigt und danach ging’s auf schneereichen Straßen wieder heimwärts.
 
- Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart begreifen -