Heimatmuseum Oberstdorf  
Geschichte, Brauchtum, Handwerk, Kunst, Sport und Leben in Alt-Oberstdorf
Nur wer die Vergangenheit kennt, kennt die Gegenwart
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Sonderausstellung: Blumen - Garten / Blüten - Honig
Wenn kurz nach den Weihnachtsfeiertagen das Museum wieder öffnet, wird gleichzeit auch die neue Sonderausstellung zugänglich sein. Eugen Thomma hat zusammen mit dem „Verein der Gartenfreunde Oberstdorf' und dem „Bienenzuchtverein Oberstdorf" diese interessante Sammlung zusammengestellt.
Die Ausstellung wurde endlich offiziell am Abend des 19. Mai 2004 um 18.00 Uhr eröffnet. Natürlich waren alle Vereinsmitglieder und auch sonstigen Freunde des Museums hierzu recht herzlich eingeladen!
> Bericht zur Eröffnungsveranstaltung
> Einladungstext
> Zeitungsartikel aus dem Allgäuer vom 31.12.03 (pdf)
Der „Verein der Gartenfreunde Oberstdorf' und der „Bienenzuchtverein Oberstdorf' feiern im Jahre 2004 ihr 100-jähriges Bestehen. Sie haben einen gemeinsamen Ursprung und einen gemeinsamen „Gründervater". Pfarrer Johannes Schiebel, der über Jahrzehnte in verschiedenen Oberallgäuer Gemeinden wahrhaft segensreich gearbeitet hat, gab den Anstoß zur Gründung des „Obstbau- und Bienenzuchtverein für Oberstdorf und Umgebung". Vor einem halben Jahrhundert teilte sich der Verein einvernehmlich in „Gärtner" und „Imker". So konnte jede Seite sich speziell den eignen Interessen widmen.
Neben dem eigenen Interesse, ein mit Blumen verziertes Haus, einen blühenden Garten zu haben, ruft der Verein zu einem Blumenschmuck-Wettbewerb auf und prämiert die Besten. Wer zur schneefreien Zeit mit offenen Augen Oberstdorf durchwandert findet bei den Anwesen ein herrliches Farbenspiel. Ohne Blüten keine Biene, ohne Biene keine Frucht! Sie gehören zusammen.
Von der Arbeit der Imker und von den Aktionen der Gärtner zeugt die Schau im Museum. Vom alten Bienenkorb und der kaum jüngeren Obstpresse bis hin zu Gerätschaften der Königinnen-Zucht und zu den Bildern der prämierten Häuser beim Blumenschmuck-Wettbewerb reicht die Palette der Ausstellung, die zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums bis zum 31.10.2004 zu besichtigen ist.
Einst waren es die „Zeidler", die das Recht erhielten in den Wäldern und der freien Natur von den wilden „Immen" Honig und Wachs zu sammeln. Allerdings hatten diese Urimker einen nicht ganz ungefährlichen Konkurrenten, den Bären, der sich auch sehr für Honig interessierte. Die alten Zeidler werden daher auch immer mit der Waffe, der Armbrust, dargestellt. Heute sammelt der Imker keinen Honig mehr aus hohlen Baumstämmen und bedroht ihn kein Bär mehr, Die Imkerei mit all ihren Zweigen ist heute zur Wissenschaft geworden
Die „Gärtner" haben sich in Oberstdorf vom Obst- und Gemüseanbau mehr und mehr der Ortsbildverschönerung, dem Blumengarten zugewandt.
Stand: 22.05.2004
Heimatmuseum Oberstdorf - Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart begreifen.