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Heimatmuseum Oberstdorf
Geschichte, Brauchtum, Handwerk, Kunst, Sport und Leben in Alt-Oberstdorf
  
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Informationen zum Fortschritt des Projektes "Lexar-Hüs"
Nach einer politisch bedingten Pause nahmen unsere Erweiterungspläne für den geplanten Neubau 2006 eigentlich wieder Fahrt auf. Wir verlängerten den bestehenden Bauantrag , nahmen Kontakt nach Lech auf, um durch ein gemeinsames Projekt an EU-Fördermittel zu kommen und waren guten Mutes in Bälde mit dem Neubau beginnen zu können.
Doch im Januar 2007 wurde plötzlich eine total neue Idee an uns herangetragen, die uns in der neuen Vorstandschaft zum Nachdenken zwang. Von Mathias Kappeler erfuhren wird, dass das uralte Lexar-Hüs in der Oststraße immer mehr und mehr verfällt, wir das Gebäude aber retten könnten, wenn wir es versetzen würden. Was sollten wir tun? Nach reiflicher Überlegung beschlossen wir den neuen Vorschlag grundlegend zu überprüfen. Ist es wirklich wert, das Haus zu erhalten oder ist es nur "altes Glump"?
Mit dem Wissen, dass in Oberstdorf in den letzten Jahrzehnten bald mehr alte Häuser abgerissen und für immer verlorengegangen sind als beim Großen Brand 1865, machten wir uns an die Arbeit.
Natürlich hatten wir auch im Hinterkopf, dass in der letzten Zeit schon zwei unserer alten Häuser ins Unterland "abgewandert wurden"? Dass hierfür großzügige Fördermittel zur Verfügung standen, war uns bekannt.
Deshalb wurden die Vorsitzenden und die beiden Museumspfleger beauftragt abzuklären, ob es realistisch überhaupt möglich sei, das Projekt umzusetzen. Hat das Haus überhaupt Platz auf unserem Grundstück? Welche rechtlichen Voraussetzungen müssten wir beachten? Sind sie überwindbar? Solche u.ä. Fragen standen auf dem Papier.
Nachdem diese Punkte im 1. Halbjahr 2007 bei positiven Gesprächen mit Bürgermeister, Landratsamt, Baufachleuten und Nachbarn zum Großteil abgehakt werden konnten, war es an der Zeit die Öffentlichkeit zu informieren. Dies geschah bei unserer 75-Jahrfeier. Vorsitzender Albert Vogler erklärte die Beweggründe, warum wir uns eventuell umorientieren wollen und Mathias Kappeler stellte das Lexar-Hüs, seine Baugeschichte und -weise vor und zeigte eindrucksvoll, wie gut das Haus in den Platz am Museum passen würde.
Die Diskussion in der Folge zeigte aber auch, dass unser Projekt nicht unumstritten ist. Die Vorstandschaft des Museumsvereines steht jedoch geschlossen dahinter.
Den Herbst 2007 verbrachten wir damit alle Möglichkeiten, die uns zur Verfügung standen, abzuklären, um an Fördergelder heranzukommen. Mit der Zeit mussten wir jedoch einsehen, dass die Auflagen und auch finaziellen Forderungen, die an einen Förderantrag geknüpft waren, uns zu stark knebeln würden. Wir entschlossen uns, das Projekt in eigener Regie fortzuführen.
Deshalb gaben wir einem Fachmann für alte Gemäuer, Herrn Dr. Uhl, den Auftrag eine Bauaufnahme zu erstellen. Diese wird zur Zeit durchgeführt. Dabei werden wir zusätzlich mit Hilfe von dentrochronologischen Untersuchungen genau erfahren, wie alt die einzelnen Teile des Kleinods wirklich sind. Außerdem bekommen wir eine sehr genaue Schätzung der Kosten, die bei der gewünschten Umsetzung des Hauses entstehen würden. Vielen Dank in diesem Zusammenhang der Marktgemeinde, welche die Kosten für diese Bauaufnahme zur Hälfte übernahm.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung münden in einer Dokumentation, die wir mit Hilfe eines Vortrages von Herrn Dr. Uhl der Oberstdorfer Bevölkerung zugänglich machen werden. Schon alleine die Dokumentation über eines der ältesten und ursprünglichsten Bauernhäuser in Oberstdorf ist meines Erachtens die Unkosten wert, auch wenn sich herausstellen sollte, dass das Projekt eventuell aus finanziellen oder aus rechtlichen Gründen nicht durchführbar sein sollte.
Leider werden wir die gewünschte Unterkellerung des Gebäudes (für Lagerräume) nicht realisieren können, da die beim Wilden Männle geplante Tiefgarage nicht gebaut wird und wir dies Unterfangen alleine nicht stemmen können.
Wenn die Kosten genau ermittelt sind, werden wir natürlich an die Öffentlichkeit herantreten und Sponsoren für unser Unternehmen suchen, denn unser gespartes Geld wird dafür nicht ausreichen. Schlussendlich wird eine Mitgliederversammlung über die Realisierung des Projektes entscheiden.
> genauere Informationen über das Lexar-Hüs
Die Bilder wurden mir dankenswerter Weise von Mathais Kappeler zur Verfügung gestellt.

Stand: August 2008

Lexar Hüs

Lexar Hüs

im Lexar Hüs

Das Lexar Hüs im Museumgarten
Fotomontage: Das Lexarhüs im Museumsgarten

Lexarhüs im Museumsgarten - Modell

 
- Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart begreifen -