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Heimatmuseum Oberstdorf
Geschichte, Brauchtum, Handwerk, Kunst, Sport und Leben in Alt-Oberstdorf
  
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Generalversammlung

Die diesjährige Generalversammlung fand wegen der Kommunalwahlen erst am 12. März 2008 um 20 Uhr im Cafe Allgäu statt.

Schriftführerin Agens Schöll hielt den Verlauf der Versammlung in untenstehendem Protokoll fest.

Außerdem finden Sie im Anschluss noch einen Artikel aus dem Allgäuer zum Thema.

Relief von Otto Simbeck
Relief aus Zirbelholz von Otto Simbeck
1. Begrüßung und Bericht des 1. Vorsitzenden
  Erster Vorsitzender Albert Vogler eröffnet die Jahresversammlung um 20.05 Uhr und begrüßt alle Mitglieder, besonders den zweiten Bürgermeister Meßenzehl, die Ehrenmitglieder, eine Reihe Gemeinderäte und die Presse. Entschuldigt hat sich der 1. BGM Müller, der sich im Urlaub befindet, das Ehremitglied Peter Weiß, Udo Lottes, Manfred Baldauf und Vorstandsmitglied Alex Rössle. Zur Generalversammlung wurden die 143 Mitglieder per E-Mail eingeladen, wer das nicht wollte, bekam eine schriftliche Einladung. Zur Tagesordnung gab es keine Einwände von den anwesenden 34 Mitglieder.
Im letzten Jahr verstarb das langjährige Vorstandsmitglied Marie-Luise Althaus. Sie hat sich durch ihren Einsatz für Tracht, Mundart, Gesang und Theater für Oberstdorf verdient gemacht. Albert Vogler bittet um ein kurzes Gedenken.
Vorsitzender Vogler gibt einen Überblick über die Vereinstätigkeit und berichtet von einem bewegten Museumsjahr: von Sitzungen, dem Jahresessen, Eröffnung der Sonderausstellung, dem 75 jährigen Jubiläum, Treffen mit den Freunden aus Lech, den Hochzeiten im Museum, dem Oststraßenfest und Adventsmarkt. Viele Besprechungen und Termine, wie mit der Regierung von Schwaben und dem Landratsamt wurden wegen dem Lexarhüs geführt. Zu dem gab und gibt es Bedenken, aber auch viel Zustimmung. Zur Zeit kommt auch noch Zeitdruck auf, weil das Brauhaus die Nutzung ändern möchte und bald Baupläne einreichen will. Über das endgültige Vorgehen wird dann auf einer außerordentlichen Generalversammlung entschieden. Vorsitzender Vogler dankt der ganzen Vorstandschaft für die vielseitigen  Einsatz und die Zusammenarbeit, dem Jourdienst, der Marktgemeinde, der Kurverwaltung, der Museumskassierin Zita Köcheler  und allen die das Museum unterstützt haben. Der ganze Bericht ist im Protokollordner.
2. Bericht der Museumspfleger
  Museumspfleger Karl Schädler berichtet über verschiedene Aufgaben im Museum. Neben Bücher wurden Ölbilder angekauft. Einige Ausstellungsstücke vom Museum wurden für Artikel fotografiert: z. B. ein Bild vom Maler Ohmert vom Allg. Anzeigeblatt, Josef Anton Fischer Bilder – für eine Doktorarbeit, Alte Fahne vom Vetranerverein und der Schellenbaum für die Musikkapelle. Schädler weist auf die Museumswerbung am Ortseingang, im Schaukasten am Rathaus, die Prospekte und die aktuelle Internetseite hin. Das Museum hat verschiedene Geschenke erhalten z. B. einen Damengriffschuh, eine Harmonie, zwei Zittern, Diplome von Heini Klopfer, die Goldmedaille von Weltmeister Hansjörg Tauscher und eine Spende vom Breitachklammverein. Auf Bitte des Skiclubs haben die Museumspfleger an der Schattenbergschanze ein Skimuseum mit eingerichtet, zum Teil mit Leihgaben aus dem Museum. (Ski und Stöcke, Skischuhe, Schneeschuhe usw.) Schädler berichtet von der derzeitigen Sonderausstellung Holz, zu deren Eröffnung sogar der Landrat im Museum begrüßt werden konnte. Museumspfleger Schädler lädt abschließend alle Anwesenden recht herzlich zu einem Museumsbesuch ein.
3. Kassenbericht
  Kassier Armin Weitenauer trägt den Kassenbericht vom laufenden Geschäftsjahr 2007 vor. Er berichtet über die Einnahmen vom Eintritt, aus Buchverkäufen, vom Weihnachtsmarkt, dem Oststraßenfest und Spenden. Ausgaben für den Museumsunterhalt, Versicherungen, Werbekosten usw. Von den Eintrittsgelder gehen 50% an die MGO ab. Die Kasse wurde 2007 mit einem Verlust von 1849,17 € abgeschlossen. Weitenauer dankt allen, die zum Gelingen des Oststraßenfestes beigetragen haben. Der Kassenbericht liegt im Protokollordner.
4. Bericht der Kassenprüfer
  Kassenprüfer Bernd Nelsen war verhindert, dafür hat  Christian Thannheimer mit Adalbert Schall die Kassenprüfung am 7.3.2008 vorgenommen.  Schall berichtet von dem übersichtlichen und einwandfreien Zustand der Kasse, aus der die enge Zusammenarbeit mit der Vorstandschaft ersichtlich ist. Er schlägt vor den Kassier zu entlasten.
5. Entlastung des Kassiers und der Vorstandschaft
  Zweiter BGM Meßenzehl dankt in Vertretung vom 1. BGM Müller und der Marktgemeinde ganz offiziell und herzlich für die geleistete Arbeit um die Geschichte Oberstdorfs zu erhalten. Er wünscht weiterhin viel Erfolg und Spaß.
BGM Meßenzehl schlägt vor, den Kassier zu entlasten, was von der Versammlung bei einer Enthaltungen, ohne Gegenstimme,  per Akklamation erfolgte.
BGM Meßenzehl schlägt vor, die gesamte Vorstandschaft zu entlasten, was von der Versammlung bei Enthaltung der Betroffenen, ohne Gegenstimme,  per Akklamation erfolgte.
6. Satzungsänderung
  Die Satzungsänderung ist erforderlich, damit zwei Museumspfleger gewählt werden und ins Vereinsregister eingetragen können. Folgende Satzungsänderung wird vorgeschlagen:
  § 9 
Der Gesamtvorstand setzt sich zusammen aus
1.Vorsitzenden
2.Vorsitzenden
dem oder den Museumspflegern (höchstens zwei)
Schriftführer
Kassenwart
Vertreter der Marktgemeinde (del) zwei Personen
Vertreter des Trachtenvereins (Getra) (del) zwei Personen
 4 bis 5 Fachgebietsbeisitzer
Verschiebungen in der Reihenfolge der Ämter durch die Delegierten der MGO oder des Getra sind jederzeit möglich.
Der 1. Vorsitzende und der Stellvertreter, sowie der oder die Museumspfleger sind je einzeln zur Vertretung berechtigt, in Sinne des BGB.
Im Verhinderungsfall eines der – usw.
  §11
Museumspfleger
Der oder die Museumspfleger sind für die gesamte Gestaltung und Einrichtung im Heimatmuseum verantwortlich und führt/en in Verbindung mit den Fachgebietsbeisitzern und anderen Vorstandsmitgliedern die anfallenden Arbeiten im Museum aus.
Beim Umbau und Umänderungsmaßnahmen am stehenden Haus  usw.
  Die Versammlung stimmt der Satzungsänderung einstimmig per Akklamation zu.
7. Neu- und Wiederwahlen:
  Wahlleiter: Zweiter Bürgermeister Günther Meßenzehl
Zur Wahl stehen der zweite Vorstand Alfons Thannheimer und die zwei Museumspfleger.
Ohne weitere Vorschläge wurde Alfons Thannheimer einstimmig, bei einer Enthaltung, per Akklamation für zwei Jahre zum zweiten Vorstand gewählt.
Ohne weitere Vorschläge wurden Karl Schädler und Fritz Schlachter einstimmig, bei zwei Enthaltungen, per Akklamation für zwei Jahre zu Museumspflegern gewählt.
Alle nehmen die Wahl an.
Alexander Weiß stellt sich nicht mehr zur Wahl und scheidet auf eigenen Wunsch aus.
Werner Griesche wird nach Ableben von Marie-Luise Althaus vom Trachtenverein delegiert.
Als Kassenprüfer wurden Adalbert Schall und Christian Thannheimer für ein Jahr bestellt.
8. Otto Simbecks Reliefe aus Zirbelholz: Bilder von einst und jetzt
  Alex Rössle hat die Bilder in einer gelungenen Diashow zusammengefasst. Die Bilder haben zu einigen Kommentaren geführt. Eugen Thomma bedauert sehr, dass die alten Häuser z. b. das alte Haus Käufler nicht erhalten werden konnte.
9. Wünsche und Anträge
  Gustl Stempfle ist der Meinung, dass es nicht Aufgabe des Museums ist, ein altes Haus wie  Lexar’s Hüs zu erhalten. Ihm gefällt eine moderne Museumsgestaltung, wie er es in London gesehen hat. Dies wäre in einem alten Haus nicht möglich. Dann schon eher im alten Rathaus.
Anton Köcheler hat der Vorschlag im alten Rathaus auszustellen schon damals nicht gefallen, weil das Museum dann ganz veröden würde. Lexers Hüs findet er nicht erhaltenswert.
Eugen Thomma hat sich bei dem 75gar Fest sehr geärgert, weil der von ihm geplante Museumsneubau als Glaspalast erwähnt wurde. Er ist nach wie vor für einen Neubau und hat alle möglichen Bedenken und Einwände wenn das Haus umgesetzt werden sollte.
Max Thaumiller wundert sich über die Einstellung, nachdem gerade bei der Diashow doch alle bedauert haben, dass die alten Häuser abgebrochen wurden. Es findet es sehr wichtig so ein Haus zum „verheben“.
Gemeinderat Rees findet das alte Rathaus als weiteren Ausstellungsort nicht gut. Er ist froh, dass sich das Museum um das Haus annimmt und könnte sich aber auch einen Standplatz z. B. beim Tretbecken im Oberen Markt vorstellen. Es folgte eine angeregte Diskussion. Auch wenn das Thema nicht abgeschlossen werden konnte, dankt Vorsitzender Vogler für die Anregungen.
Michael Schmidl weißt auf die Ortstafel hin, an der noch das alte Schild vom Musiksommer 2007 angebracht ist.
Adolf Althaus berichtet von dem größten Schuh der Fa. Lowa Nr. 1057 – nach wie vor ist „unser“ Schuh der bisher größte Skischuh!
  Nachdem keine weiteren Wünsche und Anträge gestellt wurden konnte Vorsitzender Albert Vogler die Generalversammlung um 21.50 Uhr schließen.
Im Allgäuer Anzeigeblatt fand sich am 19.03.08 der folgende Artikel von Arno Pürschel zum Ablauf der Generalversammlung:
Neubau ans Museum oder doch lieber altes Bauernhaus versetzen?
Generalversammlung Oberstdorfer Museumsverein diskutiert über die Alternativen zur Erweiterung der Ausstellungsfläche
Oberstdorf l apü I Der Oberstdorfer Museumsverein steht vor großen Herausforderungen. Lebhafte Diskussionen entspannten sich auf der Generalversammlung, wie die zu klein gewordene Ausstellungsfläche am sinnvollsten erweitert werden könnte.
Auch der Eingangsbereich und die sanitären Anlagen bedürfen einer Erweiterung und Umgestaltung, wie sowohl Vereinsvorsitzender Albert Vogler als auch der ehemalige Museumspfleger Eugen Thomma erklärten. Dabei steht die Vorstandschaft vor der schwierigen Entscheidung, ob die angestrebte Vergrößerung der Ausstellungsfläche durch einen Erweiterungsbau oder durch die Integration eines historischen Oberstdorfer Bauernhauses erreicht werden könnte.
Die Umsetzung der im Entwurf vorliegenden Neubaupläne würde laut Vogler zwischen zwei und drei Millionen Büro kosten - der Abbruch des „Lexar-Haus" in der Nachbarschaft des Heimatmuseums rund eine halbe Million Euro. Damit würden zwar Abriss und Wiederaufbau nach vorläufigen Schätzungen nur rund ein Viertel des Neubaus kosten, aber die Versetzung eines sehr alten Holzhauses berge finanziell unkalkulierbare Risiken, gab der gelernte Zimmermann Thomma zu bedenken. Auch wenn dadurch ein weitgehend im Originalzustand befindliches Oberstdorfer Bauernhaus gerettet würde, gehe es letztlich doch darum, ob dies die beste Lösung sei.

Der Alternativvorschlag von Vereinsmitglied Gustl Stempfle, im bisherigen Museumshaus nur die bäuerliche Geschichte Oberstdorfs darzustellen und die geplante Tourismusabteilung im alten Rathaus einzurichten, fand wenig Anklang. „Bis zur endgültigen Entscheidung steht der Vorstandschaft noch einiges Kopfzerbrechen bevor", prognostizierte Vogler.
Bei den Neuwahlen wurden sowohl Alfons Thannheimer in seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender des Vereins wie auch Karl Schädler und Fritz Schlachter als Museumspfleger-Duo einstimmig bestätigt.
Die Vereinssatzung wurde der neuen Doppelbesetzung des Museumspfleger-Postens entsprechend abgeändert. „Um den Kenntnis-und Wissensschatz des gewichtigen Eugen Thomma körperlich und geistig zu ersetzen, waren halt zwei Nachfolger nötig", begründete Vereinsvorsitzender Vogler augenzwinkernd die Umstrukturierung.

Mit dabei war ein Foto der Vorstandschaft mit der folgenden Bildunterschrift:
Sie leiten die Geschicke des Oberstdorfer Museumsvereins: Kassier Armin Weitenauer, Museumspfleger Fritz Schiachter und Karl Schädler, Martin Schmalholz, Beirat Marktgemeinde, Schriftführerin Agnes Scholl, Werner Grieche, Beirat Trachtenverein, Vorsitzender Albert Vogler, Beisitzerin Christi Schratt, Zweiter Vorsitzender Al-fons Thannheimer.
Foto: Arno Pürschel

 

 
- Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart begreifen -