Am Mittwoch, dem 14. März 2012, fand um 20 Uhr im Hotel Filser die Jahresversammlung des Heimatmuseumsvereines Oberstdorf statt.
Albert Vogler begrüßte die zahlreich gekommen Mitglieder und auch den ersten und zweiten Bürgermeister der Marktgemeinde. Ein Neumitglied war übrigens extra aus diesem Anlass aus Schwäbisch-Gmünd angereist. Bei seinem Jahresbericht nahmen natürlich die Informationen über das Dachgeschoss einen größeren Rahmen ein. So erzählte er über die länger andauernden Aus- und Umräumaktionen im Dachbodenlager und die bisher stattgefunden Ausbaumaßnahmen. Dabei dankte er auch der Marktgemeinde, die den Einbau der neuen Gastherme finanziert, sich bei der neuen Toilettenanlagen beteiligen und auch bei die Umstellung der veralteteren Elektroheizungen auf eine Zentralheizung in den kommenden Jahren übernehmen wird. In diesem Zusammenhang bat Vogler auch um Spenden für den Ausbau. Außerdem berichtete er von der zunehmenden Anzahl von Rechercheanfragen, die an den Museumsverein herangetragen werden. Hier muss künftig zusammen mit der Marktgemeinde eine Lösung gesucht werden, bei der die Zusammenarbeit mit dem Personal des Gemeindearchives intensiviert werden kann. Am Ende seines Berichtes dankte der erste Vorsitzende einerseits den vielen Helfern, die um und im Museum tätig sind. U. a. waren es diejenigen, die beim sonntäglichen „Schurdienst“ mithalfen und auch Zita Köcheler, die nicht nur unter der Woche die Kasse betreut, sondern auch das ganze Museum mit seinen 38 Räumen sauber hält und andererseits den Sponsoren, wie den Banken, dem Trachtenverein, den Rechtlern und dem Verschönerungsverein.
Museumspfleger Karl Schädler zählte dann all die Gegenstände auf, die im letzten Jahr als Spenden oder als Leihgaben ins Museum kamen. Erwähnenswert waren dabei u.a. Bilder von Bach und Scheller, ein Bild der Familie Frey und die alte Glocke der Reichenbacher Kapelle St. Jakobus.
Unser Kassier Hans Althaus konnte von einem finanziell erfolgreichen Jahr berichten. Die Mehreinnahmen waren aber leider nicht zunehmender Besucherzahlen zu verdanken, sondern der Erhöhung der Kartenpreise. Die Anzahl der Besuche gingen bedingt durch das gute Wetter im letzten Sommer leicht zurück. Trotzdem werden wir voraussichtlich im Herbst 2012 den 650 000 Besucher in unserem Museum begrüßen dürfen. Es wird - nebenbei geschrieben - wohl das letzte Jahr sein, in dem unser Kassier stolz über die verhältnismäßig hohen Rücklagen berichten wird können. Obwohl eine ganze Reihe unserer Vorstandsmitglieder seit einem Jahr den größten Teil ihrer Freizeit im Museum verbringen, müssen wir viele Arbeiten im Dachgeschoss an Oberstdorfer Firmen übergeben. Am Ende dieses Jahres werden wohl unsere Rücklagen aufgebraucht sein.
Da die Entlastung nicht von den beiden Kassenprüfern Hermann Althaus und Adalbert Schall vorgenommen werden konnte, übernahm Bürgermeister Laurent Mies dieses Amt mit der süffisanten Anmerkung: „Dass dies wohl das erste Mal sei, dass er etwas vorlesen müsse, was CDU-Gemeinderat Schall geschrieben habe.“ Der Kassier und auch die Vorstandschaft wurden daraufhin einstimmig entlastet. Laurent Mies nahm die Gelegenheit wahr, um der Vorstandschaft für Ihre Arbeit zu danken und ging dabei besonders auf die Bedeutung des Ehrenamtes in unserer Gesellschaft und unserer Gemeinde ein.
Die Durchführung der anstehenden Wahlen übernahm der zweite Bürgermeister Günther Meßenzehl. Jeweils einstimmig wurden der zweite Vorsitzende Alfons Thannheimer und die beiden Museumspfleger Karl Schädler und Fritz Schlachter in ihren Ämtern bestätigt. Die Vorstandschaft verstärken werden künftig Benedikt Kappeler und Christoph Kleiner.
Traditionell bieten wir bei unserer Jahresversammlung auch immer einen kleinen, heimatkundlichen Vortrag für unsere Mitglieder an. In diesem Jahr konnten wir hierfür Mathias Kappler, einen anerkannten Fachmann für Bauernhäuser, gewinnen. Schwerpunkt seines mit interessanten Bildern unterlegten Referates mit dem Thema „Entwicklung der Stube“ war die „Liechte“. Diese früher in unseren Häusern übliche Herdstelle mit offenem Feuer in der Stube ist heute fast vollständig in Vergessenheit geraten, obwohl sie bis vor 100 Jahren fast im ganzen Alpenraum üblich war.
Als Albert Vogler dann gegen 10 Uhr offiziell die Veranstaltung schloss, appellierte er nochmals an die Mitglieder, Sponsoren für unseren Dachgeschossausbau zu suchen! |




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