Wappen des Marktes Oberstdorf  
Heimatmuseum Oberstdorf
Geschichte, Brauchtum, Handwerk, Kunst, Sport und Leben in Alt-Oberstdorf
  
87561 Oberstdorf, Oststr. 13 * Telefon: (08322) 5470 / 2226 / 2218 *info@heimatmuseum-oberstdorf.de
 
 
        
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"Waidmannsheil"
- Von Wild und Waidwerk im oberen Allgäu -

Sammeln und Jagen war die Lebensgrundlage der Urbevölkerung unserer Heimat. Ein geschickter Jäger versorgte seine Familie, seine Sippe, mit dem damals lebensnotwendigen Wildbret. So ein Jäger stand in hohem Ansehen.
Die Jagd war noch immer das Recht des freien Mannes.
Als später weltliche und kirchliche Obrigkeit das Jagdrecht für sich alleine in Anspruch nahmen, kam es immer wieder zu Übergriffen auf den hoheitlichen Wildbann, denen wiederum die Obrigkeit mit Gewalt begegnete.
Über Jahrhunderte übten die Fürstbischöfe von Augsburg in Oberstdorf das Jagdrecht aus.
Die Jagd war ein selbständiges Recht, das erst 1803 mit Grund und Boden verbunden wurde. Jetzt verfiel man ins andere Extrem: Der Bauer wurde sein eigener Jagdherr. Die Reviere wurden rücksichtslos leergeschossen. Erst zur Mitte des 19.Jahrhunderts begannen insbesonders im Rahmen der Allgäuer Jagdgesellschaft die Hegemaßnahmen.
Im Jahre 1850 pachtete Prinz Luitpold von Bayern -der spätere Prinzregent- die Oberstdorfer Gemeindejagd. Es folgten fast 70 Jahre der Hofjagd. Außer dem fürstlichen Eigenjagdrevier Rohrmoos, sind unsere Hochgebirgsjagden seither privat verpachtet.
Rot- und Steinwild, Auer-, Birk- und Steinhuhn sind in unseren Bergrevieren zu Hause wie auch das Murmeltier und die Gemse. In den Tallagen treffen sich Reh, Dachs, Fuchs und Hase (sagen sich aber nicht Gute Nacht).
Nachtaktiv sind Uhu, Waldohr- und Schleiereule, wie auch der Stein-, Wald-, Zwerg- und Rauhßfußkauz.
Am Tage tummeln sich verschiedene Falken und anderes Federwild in den Lüften und wer -mit offenen Augen- durch unsere Bergwelt geht, sieht am Himmel den Steinadler und zuweilen auch den Bartgeier seine Kreise ziehen.
Trophäen, Tierpräparate, Waffen und sonst Jagdliches sind im Museum in reichem Maße zu sehen. Wo können sie sonst die scheuesten Tiere aus der Nähe beobachten?
Nutzen Sie dieses Schaufenster der Natur,
unsere Sonderausstellung
"Waidmannsheil".

 
- Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart begreifen -