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Vom Stamm einer möglichst astfreien
Fichte oder Lärche werden "Klotzen" abgeschnitten,
diese mit der Landeraxt zu "Wiesele" gespalten
und davon mit dem Schindelmesser Schindeln abgespalten.
Letztlich erfolgt der Zuschnitt der Schindel auf der
Schneidbank. Je nach Verwendungszweck wird die Größe
der Schindel gewählt. Von der kleinen Anschlagschindel
für Wandverkleidungen mit ca. 15 cm, bis zur "Lander"
(Legschindel) für Dacheindeckungen mit über 90 cm
Länge, reicht der Bogen der von Schindelmacher hergestellten
Produkte. Landeraxt, Schindelmesser, Schindelhammer,
Profileisen, Schneidmesser und Schneidbank sind seine
Werkzeuge.Die Rückbesinnung auf natürliche Baustoffe
bringt den wenigen noch tätigen "Schindlern"
neue Aufträge.
Die Herstellung der Wasserleitung war
Arbeit des Brunnenmachers. Von ihm wurden Fichtenstämme
in der Längsrichtung durchbohrt und unter Verwendung
von geschmiedeten Buchsen "Deichel" (Leitungsrohre)
aneinander gestoßen. Sehr oft waren es Zimmerleute,
die diese Arbeiten verrichteten. Die Hauptleitung
in Oberstdorf verlief vom Quellgebiet nahe der Seealpe
quer durch den Ort, am Grunde des Dorfbaches verlegt.
Das fließende Wasser verhinderte das Einfrieren der
Leitung und das Faulen der Holzrohre.Deichelbohrer
("Näber") verschiedenen Kalibers, geschmiedete
Buchsen, Bohrknecht und andere Werkzeuge des Brunnenmachers
sehen wir rechts an der Wand.
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Enzianbrennerei (Raum 30)
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