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Seit alter Zeit spielt die Jagd in
unserem wildreichen Gebiet eine bedeutende Rolle.
Jahrhundertelang lag die Ausübung des Jagdrechtes
in der Hand der jeweiligen Landesherrschaft. Die einheimische
Bevölkerung hingegen betrachtete - trotz harter Strafen
- die Jagd als ein ihr zustehendes Recht. Die Wilderei
konnte deshalb nie ganz ausgerottet werden und galt
mehr oder weniger als Kavaliersdelikt. Neben den kapitalen
Hirschtrophäen an den Wänden sind besonders die starken
Gemskrucken in der Hochvitrine interessant. Prämierte
Rehgehörne und abnorme Gemskrucken sind, neben verschiedenen
Jagdutensilien, in der Mittelvitrine ausgestellt.
"Requisiten" von dem Wilderer Anton Desinger
(genannt "Bums") aus der Birgsau, der in
der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts "berühmt"
war, füllen neben Fuchs- und Marderfallen, Tierpräparaten
und jagdlichem Zubehör die Vitrinen. Der im Renaissancestil
gehaltene Stuhl des Prinzregenten Luitpold aus dessen
Oberstdorfer Jagdhaus, erinnert an die Hofjagden der
Wittelsbacher zwischen 1851 und 1918. Neben jagdbarem
Wild wohnen in den Revieren eine Menge kleinerer Lebewesen.
Eine Reihe von Schmetterlingen und Insekten beinhaltet
die Wandvitrine, unter der eine interessante Truhe
von 1663 steht.
Weitere Informationen:
> Der Stuhl des Prinzregenten
> Prinzrgent Luitpold (extern)
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II (Raum 23)
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