Hanf, das Rohprodukt für die Seilerei, wurde ebenfalls
in unserer Gegend angebaut. Vom Rohstoff, bis zum
Fertigprodukt Seil, war eine Reihe von Arbeitsgängen
notwendig, die vom Seiler getätigt wurden. Bis auf
ganz wenige Ausnahmen mußte dieser Handwerksberuf
moderner Industrie und neuen Werkstoffen weichen.
Die Kunstfaser hat den Hanf weitgehend verdrängt.
Vom alten Seilerrad bis zum "Nogglgschirr"
sind hier die Gerätschaften ausgestellt, mit denen
der Seiler arbeitete. Mit geschickten Händen fertigte
er alle Arten "Seilerwaren", von der Schnur über Kälberstrick und Glockenseil bis hin zur Trosse
für Schwerlasten. In einer Nische des Raumes ist eine
Strohbandpresse zu sehen. Stroh wurde zu Schnüren
geflochten, gepreßt und als Bindemittel verwendet,
aber auch zu Strohhüten und Hausschuhsohlen verarbeitet.
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